Tabakproduktegesetz Schweiz (seit Mitte 2024): Was sich für E-Zigaretten ändert

Stand: 3. Oktober 2025 • Lesedauer: ca. 5 Min.

Transparenzhinweis:Da ich stark an den Seiten
vape.ch,
vendex.ch,
driphacks.ch,
endlichnichtraucher.ch und
e-zigaretten.ch
mitarbeite, ist es mir ein Anliegen, hier auch auf das Mitte 2024 in Kraft getretene Tabakproduktegesetz in der Schweiz einzugehen.

Bisher unterlagen E-Liquids und E-Zigaretten dem Lebensmittelgesetz. Mit dem neuen Tabakproduktegesetz werden Inverkehrbringen, Verkauf und Kennzeichnung von E-Zigaretten klar geregelt. Nachfolgend ein kompakter Überblick mit Einordnung für Konsumenten und Händler.

Wesentliche Änderungen auf einen Blick

  1. 2-ml-Limit für Einweg E-Zigaretten und vorbefüllte Pod-Systeme.
  2. Neue Steuern:
    • Einweg E-Zigaretten: CHF 1.– pro Milliliter Liquid
    • Pods & Nachfüll-Liquids: CHF 0.20 pro Milliliter Liquid
  3. Verpackung & Kennzeichnung:
    • Warnhinweise in Deutsch, Französisch und Italienisch
    • Packungsbeilage mit klaren Produkthinweisen
  4. Alterskontrolle online wie offline (Verkauf nur an Personen ab 18 Jahren).

Details zu den Regelungen

1) 2-ml-Beschränkung

Die Begrenzung auf 2 ml Liquid für Einwegprodukte und Pods soll das Risiko einer unbeabsichtigten Aufnahme nikotinhaltiger Flüssigkeiten – insbesondere durch Kinder – reduzieren.

2) Steuern auf E-Zigaretten & Liquids

Einwegprodukte werden höher besteuert, u. a. wegen ihrer Beliebtheit bei Jugendlichen und der Umweltbelastung. Die Abgaben schaffen zugleich eine Annäherung an die Besteuerung klassischer Tabakprodukte.

3) Verpackungsvorschriften

  • Warnhinweise in allen drei Amtssprachen; Packungsbeilagen mit Produkthinweisen in mindestens einer Amtssprache.
  • Branchenmitglieder des Schweizer Verbands für E-Zigaretten (SVTA) setzen die Anforderungen vielerorts bereits seit 2023 um.

4) Alterskontrollen & Werbebeschränkungen

  • Verbindliche Alterskontrollen im E-Commerce und im stationären Handel.
  • Werbebeschränkungen gemäss der Volksinitiative „Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung“.

Pro und Contra

Nachteile

  • Höhere Preise bei Einweg- und vorbefüllten Systemen
  • Leichte Preissteigerungen bei nikotinhaltigen Nachfüll-Liquids

Vorteile

  • Besserer Minderjährigen- und Konsumentenschutz
  • Rückgang ungeprüfter bzw. Fake-Produkte
  • Mehr Transparenz dank klarer Produktinformationen

Fazit

In Summe sorgt das Tabakproduktegesetz für mehr Marktstabilität und einheitliche Jugendschutz-Standards. Trotz punktuell höherer Preise profitieren Konsumentinnen und Konsumenten von klaren Regeln, geprüften Produkten und besserer Orientierung.

Quellen & Hinweise

Alle Angaben nach bestem Wissen, ohne Gewähr. Offizielle Informationen: Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie kantonale Publikationen.

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